Zwischen Emmental und Aaretal, 18.04.2021

Nach einer relativ kurzen Anreise mit Bahn und Poschi nach Unterlangenegg Kreuzweg stiegen wir gemächlich einen langen Rücken zum höchsten Punkt der Gemeinde Fahrni auf. Trotz ein paar Schneeflocken am Bahnhof Schüpfheim
blinzelte uns die Sonne durch ein paar dicke Wolken an. Leider hatte die «bissige» Bise immer noch nicht aufgegeben. So blieb uns die wunderbare Aussicht auf die Berner Hochalpen, den Niesen und die Stockhornkette durch Wolken verwehrt. Trotzdem hat sich der Aufstieg zur Gedenkstätte für Eduard Imhof (1895-1986) für einen Trinkhalt gelohnt. Imhof war ein bedeutender Kartograf, Bürger von Fahrni und Gründer des Instituts für Kartografie an der ETH Zürich, zudem Leiter der Arbeitsgruppe zur Erstellung des Atlas der Schweiz. Das Institut für Kartografie ist weltweit älteste kartografische Hochschulinstitut überhaupt. Imhof’s Schulkarten und Atlanten wurden weit über die Hochschule bekannt. Er machte sich auch einen Namen als Reliefbauer, Zeichner und Landschaftsmaler.

Nun gings weiter auf schönen Wanderwegen und Strässchen an stattlichen Berner Bauernhöfen vorbei. Das Timing für unsere Mittagspause war perfekt, fielen nun doch ein paar Regentropfen. Ein bisschen Schutz vor Regen und Wind bot uns eine Scheunenwand. Dankbar waren wir trotz allem für die paar Sonnenstrahlen zwischendurch. Frisch gestärkt stiegen wir durch den Wald ab, teils ein bisschen steil, dann wieder auf breiten Waldwegen bis zur Rotache, die einen tiefen Graben bildete. Ein fantastisches Naherholungsgebiet für Thun/Steffisburg und Umgebung. Durch den Camping Wydeli folgten wir dem Wanderweg der Rotache bis zur Mündung in die Aare. Als krönenden Abschluss folgten wir auf dem Aareweg bis Kiesen, wo wir wieder zufrieden den Zug bestiegen.
Herzlichen Dank an Claudia für diese abwechslungsreiche und tolle Wanderung. So nah und doch teils unbekannt!

Béatrice Stadelmann