Rothwald-Mittubäch-Taferna-Hopsche-Simplon 12.07.2025

Nach einer Stärkung bei Kaffee und Gipfeli im Restaurant Rothwald startete die stattliche Gruppe ihre Wanderung in angenehm kühler Waldluft über die Alpe Mittubäch hinunter zum Tafernabach. Die Musik des rauschenden Schmelzwassers begleitete uns ab jetzt fast auf der ganzen Strecke. Nach dem Abstieg ins Tafernatal führte uns der Weg durch den zartgrün leuchtenden Junglärchenwald zum ehemaligen Wirtshaus Taferna, wo sich auf dem Türsturz die Jahreszahl 1684 findet. Das Anwesen bot den Reisenden in früheren Zeiten Unterkunft für Mensch und Tier. Dort wirkte zur Stockalperzeit eine Frau namens Johanna Fy als Gastgeberin. Sie soll den Gästen Wein serviert haben, den sie mit Wasser verdünnte. Nach ihrem Ableben musste sie dafür als arme Seele büssen. Wanderleiterin Marianne Sarbach zitierte uns zu dieser Legende folgenden Vers: «Ich heisse Johanneli Fy. Bi zer Taferna Wirti gsi. Ha Wasser usgä fer Wi. Müess jetz ine chaltu Wassere si.»
Hier begann der Aufstieg Richtung Simplonpass über einen wunderschönen, wenn auch etwas steilen Waldweg zur Alpe Lärchmatte. Hier wurden wir mit einer wunderschönen Sicht auf das Aletschgebiet belohnt und wir konnten uns an der immer noch reichhaltigen Flora von Alpenweideröschen, Knabenkraut, Wollgras usw. erfreuen. In dieser einmaligen Umgebung genossen wir unsere Mittagsrast. Hier ist Ruedi Michlig zur Gruppe gestossen und etwas später, beim Aufstieg zum Hopschusee hat uns auch noch Hanny Michlig mit ihrem Besuch beehrt. Beim See bewunderten wir bei strahlendem Sonnenschein die eindrückliche Bergwelt des Simplongebietes. Immer wieder können wir dankbar feststellen, dass unser Land mit einer reichen Vielfalt an Schönheiten der Natur beschenkt wurde. Marianne Sarbach führte uns nun zum Hotel Monte Leone, dem Ziel der heutigen Wanderung. Danke Marianne für deine angenehme Art der Wanderleitung. Es hat einmal mehr Freude gemacht. Andreas Bolliger