Trotz eines wechselhaften Wetterberichts entschieden wir uns, den Aufstieg zur Kröntenhütte in Angriff zu nehmen. Die ersten 15 Minuten begleiteten uns noch Regentropfen, doch bald konnten wir im wunderschönen Erstfeldertal vereinzelt sogar Sonnenstrahlen geniessen. Die hohe Luftfeuchtigkeit machte den Aufstieg schweisstreibender als erwartet.
Nach einer kurzen Stärkung auf der Hütte nutzten wir die Zeit vor dem Abendessen, um die Grundlagen für die bevorstehende Hochtour aufzufrischen: Anseilen, Gehen mit Harscheisen und Pickel, Abseilen sowie Spaltenrettung.
Am nächsten Morgen starteten wir um 5 Uhr in Richtung Krönten. Aufgrund der weiterhin instabilen Wetterlage entschieden wir uns für einen frühen Aufbruch. Zügig erreichten wir den Gletscher, auf dem wir das Gelernte direkt anwenden konnten. Es folgten ein kurzes Geröllfeld sowie eine Seillänge einfacher, aber genussvoller Kletterei bis zum Gipfelkreuz. Die angeblich prachtvolle Aussicht blieb uns leider aufgrund dichten Nebels verwehrt. Der Abstieg verlief reibungslos, so dass wir bereits um 14 Uhr zurück auf der Hütte unseren wohlverdienten „suren Moscht“ geniessen konnten.
Am dritten Tag wagte sich ein Teil der Gruppe noch auf eine einfache Mehrseillängenroute in Hüttennähe, notgedrungen in Bergschuhen und mit etwas improvisiertem Material (wir waren materialtechnisch klar mehr auf Hochtouren als auf Mehrseilllängen ausgerichtet). Dank der Erfahrung der Kletter:innen gelang dies wie erwartet aber ohne jegliche Probleme. Der abschliessende Abstieg ins Tal rundete ein erlebnisreiches und lehrreiches Wochenende ab.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden und die tatkräftige Unterstützung von Meret im Leiten!