Nach dem Startkaffee in Saviése (Granoir) wandern wir auf kleinen Umwegen durch die Rebberge oberhalb der Walliser Kantonshauptstadt hinunter zur Bisse de Lentine. Wir haben eine wunderbare Sicht auf das Rhonetal, die gegenüber liegenden Berge, auf die Tourbillon und die Valeria, die Wahrzeichen von Sitten. Die Suone dient noch heute vor allem zum Bewässern der Savièser Reben. Die Rebbauern sind gerade am Lesen der reifen Trauben. Sie rechnen mit einem guten Jahrgang. Weiter geht's entlang der Bisse de Claveau nach St.-Léonard. Die Bisse stammt aus dem 15. Jh. und bewässert noch heute die Reben zwischen Sion und St-Léonard. Wir bewundern die Trockenmauern mit denen der steile Hang terrassiert ist, sie gehören zu den höchsten Steinmauern in Europa; hangseitig bis zu 8 m hoch.
Nach gut drei Stunden erreichen wir St.-Léonard. Das sonnige Weindorf ist hauptsächlich für seinen unterirdischen See, den grössten Europas, bekannt. Mit einer Länge von 300 Metern und etwa 30 bis 70 Meter tief unter den Weinbergen ist dieser einzigartige Zeuge der Alpenbildung eine bedeutende Touristenattraktion.
Wir geniessen in guter Stimmung den verdienten Schlusstrunk und danken Oscar für die Vorbereitung und Führung der attraktiven Wanderung.