Môtier - La Brévine 12.10.2025

Dunkel, kalt, neblig: So begann der Tag für uns 18 Wanderinnen, als wir uns auf den Weg nach Bern machten, um den Zug um 7.53 Uhr nach Môtiers NE zu nehmen. Während der Zug entlang des Neuenburgersees und durch das Areuse-Tal nach Môtiers fuhr, lichtete sich der Nebel allmählich und gab den Blick auf die Herbstfarben Gold, Gelb und Orange frei. Rosmarie führte uns zügig an der Champagnerfabrik Mauler vorbei und dann hinauf in den Wald. Unter unseren Füssen lagen rutschige Steine und Laub auf dem schmalen, steilen Pfad. Danach wurde der Weg zu einer steinigen Strasse, auf der wir nebeneinander gingen, uns Geschichten erzählten und die leuchtend roten Hagebutten vor dem blauen Himmel bewundern konnten. Die Wanderung war Teil eines mittelalterlichen Weges, La Vy aux Moines, der von Salz Händlern und Schmugglern genutzt wurde.
Unser Picknickplatz befand sich auf einem Feld, auf dem Bäume gefällt worden waren, so, dass wir bequeme Baumstümpfe zum Ausruhen fanden, während wir unser Picknick in der warmen Sonne genossen. Die Wanderung führte immer wieder bergauf und bergab, vorbei an abgelegenen Bauernhöfen, Kuhherden und einem sehr freundlichen, riesigen weissen Hund. Mit vielen Weidetoren zum Übersteigen oder unter Drähten hindurch, die unter Strom stehen konnten oder auch nicht oder schlammigen Stellen. Wir waren alle begeistert, als wir den Lac des Taillères erblickten, der uns dazu veranlasste, an seinem Ufer entlang zu spazieren bis Rosmarie realisierte, dass der geplante Weg anders verlaufen wäre und wir etwa 100 Meter wieder aufsteigen müssten. Aber wir sind Wanderer und beschlossen daher, einen anderen Weg hinauf zum ursprünglichen Pfad zu nehmen, anstatt die viel befahrene Strasse entlangzulaufen. In La Brévine hatten wir genug Zeit für einen Restaurantbesuch, bevor wir um 15.50 Uhr den Bus nahmen und zurück nach Neuenburg und Bern fuhren. Danke, Rosemarie, dass Du uns mit Deinen bedächtigen, langsamen Schritten auf diesem Weg geführt hast.
Beverly