1. Tag
In Brig treffen die meisten von uns aufeinander, ausser die fleissigen Seelen (Ruedi, Stefan, Peter und Hans Jürg), die bereits einen Tag früher ins Bielti gingen und das Haus freischaufelten. Das Postauto ist voll, und wir haben gerade noch Glück, dass alle aus dem BergClub Platz finden. Eine Person (nicht aus dem BergClub) hat leider Pech und kann nicht mitfahren.
Die Vorfreude ist gross auf der Fahrt. Was für ein Glück, dass wir ins Bielti können! Im Restaurant gibt es noch etwas zu trinken und zu essen, und wir dürfen unsere Sachen deponieren. Peter macht eine Ansage und teilt erfreut mit, dass drei Gruppen gebildet werden: die Genussgruppe Hänni (geführt von Hansjürg), die Hochtourgruppe Schittny und die Gruppe Pascal.
Die Gefahrenstufe im Simplon ist 2+. Die Sonne scheint, der Himmel ist wolkenlos. Wir starten gemeinsam hinter dem Restaurant. Unser Ziel ist das Spitzhorli. Schon beim Start ist es warm , Berni läuft bereits im T-Shirt.
Später trennt sich die Hochtourgruppe von uns, und auch unsere Gruppe entscheidet sich, etwas schneller unterwegs zu sein und getrennt weiterzugehen. Es ist wirklich sehr warm. Vor der Ebene unterhalb des Spitzhorli machen wir eine Pause, trinken und essen etwas. Danach geht es weiter. Viele andere Skitourengänger sind unterwegs.
Vor dem letzten Anstieg legen wir nochmals eine kurze Pause ein. Oben angekommen ist es deutlich kälter, und es windet stark. Wir prüfen, ob wir die Namen der umliegenden Gipfel noch kennen. Nach einem kurzen Gruppenfoto fahren wir los.
Wir entscheiden uns gegen die Traverse und fahren direkt Richtung Blättu ab. Der Schnee ist mehrheitlich schwierig, bruchharschig, zwischendurch aber auch gut zu fahren. Unten angekommen, fellen wir nochmals an und steigen zurück zum Restaurant auf.
Bei der Ankunft stolpert Sophie auf der Strasse vor den Augen der Gruppe Hänni und fällt hin – alle, inklusive Sophie, müssen lachen. Im Bielti erwartet uns wieder leckeres Fleisch, Käse, Wein, Tee und Glühwein von Ruedi. Was für ein Glück – vielen Dank!
2. Tag
Die Abfahrt vom ersten Tag motiviert uns (Pascal, Berni und Sophie), für den zweiten Tag einen weniger sonnenexponierten Hang zu suchen. Wir entscheiden uns, Richtung Schilthorn zu gehen.
Die erste Etappe führt vom Bielti zur Bushaltestelle Hospiz Niederalp. Im Bus treffen wir, wie abgesprochen, Vali und Meret, und gemeinsam fahren wir bis Engeloch.
Auch heute ist es sehr sonnig und warm. Nach etwa einer Stunde machen wir eine erste Pause. Am Sirwoltusee halten wir nochmals an und entscheiden über unser Ziel: Wyssbodenhorn oder den Hang, vor uns, Richtung Schilthorn noch ein bisschen hochzulaufen und dort unseres Ziel zu setzen.
Wir beobachten einige Tourengänger, die diesen Hang schön hinunterfahren, und entscheiden uns dafür, in der Hoffnung auf ähnlich viel Spass. Auf etwa 2500 m ü. M. legen wir unser Ziel fest.
Der Hang ist weniger pulvrig und einfacher als gedacht, aber wir haben trotzdem grossen Spass, besonders Berni auf dem Snowboard.
Da wir das Gratulieren am Gipfel vergessen haben, holen wir das unten angekommen nach. Wir erwischen sogar noch rechtzeitig den Bus zurück ins Bielti.
3. Tag
Am Vorabend und in der Nacht hat es geschneit, wir freuen uns auf Pulver. Auch beim Start schneit es noch. Die Lawinenstufe liegt bei 3-.
Dominik, Vali, Meret, Pascal, Beat und Sophie entscheiden sich, Richtung Fels aufzusteigen. Immer wieder hört es auf zu schneien, und gelegentlich zeigt sich sogar kurz die Sonne.
Kurz vor dem Fels entscheiden sich Dominik, Vali und Meret umzukehren und den früheren Bus zu nehmen. Dominik kündigt noch an, über eine kleine Schanze zu fahren. Wir hoffen auf eine spektakuläre Show mit dreifachem Salto, sehen aber kaum etwas, da er hinter der Schanze verschwindet. Wie sich herausstellt, ist er sanft im Schnee gelandet.
Nach diesem Lacher gehen wir, Beat, Pascal und Sophie weiter Richtung Fels. Dort machen wir ein Foto und steigen noch ein Stück höher. Es ist windig, und es schneit. Wir entscheiden uns, nicht weiter aufzusteigen und stattdessen die pulvrige Abfahrt zu geniessen.
Die Abfahrt macht grossen Spass – danke Pascal! Zum Abschluss reicht es noch für einen leckeren Heidelbeerkuchen im Simplon-Restaurant. Dort treffen wir sogar noch Hansjürg und Ruedi, die mit Schneeschuhen vom Bielti ankamen.
Vielen Dank vor allem Rüedi, für das Bielti und das leckere Essen. Es war ein sehr schönes Wochenende!