RUNDWANDERUNG über die SCHRATTENFLUH
Die imposante Bergkette der SCHRATTENFLUH ist ein wild und bizarr zerklüfteter Felsriegel des Luzerner Emmentals zwischen Sörenberg und Marbach und hat ein jahrtausendlanger Erosionsprozess hinter sich. Dabei wurde der lang gezogene Kalkriegel tief eingefurcht. Er ist 6 km lang mit einer Höhe von 2093 m.ü. M. und weist zwei markante Gipfel auf : der Schibegütsch am südwestlichen Ende und der Hängst an der Nordwestflanke.
Die SCHRATTENFLUH hat ihren Namen von der scharfkantigen Felsformation, eben den Schratten oder den „Teufelskrallen“, nach einer alten Sage, die sie prägte.
Felsbänder und Bergweiden wechseln ab. Oberhalb der Waldgrenze 1800m, schreitet man über vegetationslose Karrenfelder mit zahlreichen Höhlen. Diese werden immer wieder durch Höhlenforscher untersucht.
Mit der BLS durchs Emmental ins Entlebuch nach Schüpfheim, wo wir aufs vollbesetzte Postauto umstiegen bis nach SörenbergHIRSEGG.
Ein schöner Spätsommertag, strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen den ganzen Tag und die Brienzer-Rothorn-Kette so nah, machten wir uns auf den Weg unter kundiger Leitung von Maya und der Co-Leiterin Bethli Richtung ÄNZIHÜTTE, wo Maya uns mit feinem selbst gebackenem Früchtebrot verwöhnte, weil mangels Restaurant kein Startkaffee möglich war, merci Maya !
Nun ging’s über den Schlund durch eine vielseitige Moorlandschaft mit Heidelbeersträuchern, die noch voll blauer Beeren waren, verblühten Alpenrosen, Wacholderbüschen, pinkig blühender Erikas und silbrig leuchtenden Disteln, weiter zur SILWÄNGEHÜTTE, wo wir unsern Mittagshalt machten.
Kurz darauf standen wir vor der steilen SCHRATTENFLUH mit diesen silbergrau schimmernden Schrunden und Gräben und natürlichen, vom Wasser gebildeten Löchern ….
Die Schreibende hatte ein mulmiges Gefühl, schaffe ich das ? — Los geht‘s mit Kraxeln, oft auf allen “Vieren“ , denn die Stöcke wurden eingepackt, sonst könnten sie in den Karrenlöcher stecken bleiben. Immer weiter hinauf, dank der Hilfe von Beatrix und Ursula im Vorangehen, hatte ich diese steile Wand erklommen. Droben allseits Erleichterung. Der Blick in die Berner Alpen, auf die Innerschweizer Berge mit dem Titlis und dem neuen Tower, wie auf den so nahen Hohgant entschädigte unsern nicht mühelosen Aufstieg.
Den Abstieg den Felsbänder entlang und lichtem Wald zur BODENHÜTTE mit der vielfältigen Trinksame kam uns mehr als gelegen, denn es war heiss.
Nun ging’s fast erholsam zur Bushaltestelle HIRSEGG hinunter.
Toll, was wir geschafft haben !
MERCI MAYA UND BETHLI