Wimmis, zu den Märzeglöggli im Simmental, 31.03.2021

Wie oft bin ich auf dem Weg zu einem Skitag in Lenk oder Saanenmoser schnell an Wimmis vorbeigefahren, nur um mich zu fragen, was sich in diesem Dorf und darüber hinaus verbirgt. Jetzt, dank Ruth Rosa, unserer neuen Wanderleiterin, wissen wir es. Wimmis ist ein altes Dorf, voller Holzchalets und gekrönt von einem schneeweißen Schloss und einer Kirche auf der Spitze des Hügels. https://www.wimmis.ch/portrait/dorfgeschichte/ gibt mehr Details über seine interessante Geschichte.
Unsere Wanderung führte uns hinauf in den schattigen Zünigwald, vorbei an frisch gefällten Baumstämmen, wo wir unseren ersten Märzegloggl fanden. Das sind zarte, winzige Blüten mit sechs Blütenblättern und winzigen grünen oder gelben Punkten an den Enden jedes Blütenblattes. https://en.wikipedia.org/wiki/Leucojum. Schneeglöckchen dagegen haben drei lange Blütenblätter und gehören zur botanischen Familie der Galanthus.
Auf der Weiterfahrt nach Kessel erinnerten uns die Fernsichten auf das verschneite Wirihorn und den Niesen daran, dass der Winter gerade vorbei war, aber die Temperaturen waren warm, und bald zogen wir die Jacken aus und krempelten die Hosenbeine hoch. Wir erreichten den höchsten Punkt (ca. 900 m) kurz oberhalb von Bächli, und dann ging es über 45 Minuten bergab, bis wir an einem schönen Picknickplatz in der Nähe des Flusses Simme ankamen. Im strahlenden Sonnenschein, auf warmen Steinen sitzend, dem Plätschern des Flusses lauschend, genossen wir unser Mittagessen.
Die Wanderung ging 30 Minuten weiter nach Oey, wo es in einem Imbiss einen Coffee-to-go gab, und dann wanderten wir eine weitere Stunde entlang des Flusses Simme, wo der Höhepunkt die Büschel von lila Lederblumen waren, die den Waldboden übersäten. Ruths Versprechen von Wildblumen wurde voll erfüllt: neben dem Märzegloggl, Schneeglöcken und Lederblumen sahen wir auch Primeli, Aprilglocken, Buschwindrösli und Pestblumen. Danke, Ruth, dass du diese interessante Gegend mit uns geteilt hast.

Beverly Langsch