Tourenbericht Simplontage
Gruppe «Hochalpin»
Straffulgrat
Bei strahlendblauem Himmel nahmen wir am Freitag zu siebt den Straffulgrat in Angriff. Wir starteten beim Restaurant «Monte Leone» und hatten bald die lange Traverse erreicht. Als diese gemeistert war, betraten wir das wunderschöne Plateau zwischen Tochuhorn, Spitzhorli und Straffulgrat. Unschwer gelangten wir zur Inneri Nanzlicke, wo wir auf den Grat gelangten. Dort eröffnete sich uns ein herrliches Panorama: Galenstock, Aletschhorn, Bietschhorn, Weisshorn, Mischabelgruppe, Fletschhorn, Hübschhorn, Breithorn und Monte Leone, das geplante Ziel von Morgen, präsentierten sich von ihrer schönsten Seite. Die Abfahrt war äusserst genussvoll. Leider kamen wir aber nicht um erneutes Anfellen herum, bevor wir die Traverse in sehr langsamem Sulz bewältigten.
Monte Leone
Die höchste Erhebung der Monte-Leone-Gruppe stand bereits letztes Jahr beim Simplon-Wochenende auf dem Programm, damals zwang uns das Wetter in die Knie… Ob es uns wohl diesmal gelingen würde, den Gipfel zu erreichen? Um 5 Uhr morgens brachen wir zu viert im Bielti auf, liessen das Simplon Hospiz hinter uns und erreichten in der Morgendämmerung um halb Sieben den grossen Fels beim Punkt 2362. Nach der unproblematischen Traverse ging es bergauf der Nordostflanke des Hübschhorns entlang. So gelangten wir zum Homattupass, wo wir anseilten. Bis zum Breithornpass wurde es stetig steiler und windiger, so waren wir froh, als wir dort angekommen um 10:30 die ersten Sonnenstrahlen spürten. Das spektakuläre Breithorn im Rücken fuhren wir ab auf den Alpjergletscher, bevor der Gegenanstieg zum Skidepot lauerte. Mit Pickel und Steigeisen bewaffnet kletterten wir von dort aus die steile Schneeflanke hinauf auf den Grat. Letzterer war teils sehr ausgesetzt und zog sich dann doch noch in die Länge. Auf dem Gipfel angelangt waren wir überwältigt und genossen die herrliche Aussicht in alle Richtungen. Auf gleicher Route gelangten wir zurück zum Breithornpass, wo wir abfellten. Die Abfahrt war nach knapp 2000 aufgestiegenen Höhenmetern zwar sehr reizvoll, gleichzeitig aber auch äusserst anstrengend. Nach einer über zwölfstündigen Skihochtour erreichten wir das Bielti, erschöpft aber überglücklich.
Tochuhorn Ostgrat
Nach zwei Tagen Ski(hoch)tour war bei allen eine pure Genusstour angesagt. Die Sonne schien unverändert und liess uns beim gemütlichen Aufstieg zum Ostgrat des Tochuhorns ordentlich schwitzen. Im T-Shirt gelang dies hervorragend, während dem die Aussicht durch die gewonnene Höhe stets besser wurde. Oben angekommen konnten wir unseren Erfolg mit Ovomaltineschokolade und Rivella ausgiebig feiern. Nach den Feierlichkeiten schlossen wir das verlängerte Simplonwochenende mit einer herrlichen und wohl verdienten Sulzabfahrt ab.
Dominik Schittny
Gruppe "voralpin"
Der Tochuhorn Ostgrat war für unsere Gruppe bereits am Freitag ein wunderschönes Erlebnis. Sowohl der Aufstieg als auch die Sulzschneeabfahrt waren Genuss pur. Der Samstag führte uns auf das Staldhorn, welches neben einer wunderschönen Aussicht auch eine gemütliche Abfahrt bot. Valentin führte diejenigen, welche etwas länger aufsteigen wollten, auf das Spitzhorli. Der Sonntag schliesslich führte uns zum Fels unterhalb des Nordwestgrates des Hübschhorns (Punkt 2362). Auch diese Abfahrt entlockte uns Glückgefühlsmomente pur.
Der Bericht wäre unvollkommen, wenn er nicht auch auf das gemütliche Zusammensein im Bielti bei Ruedi und seine einmalige und legendäre Gastfreundschaft hinweisen würde. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Christian, welcher uns am Samstag einen Auberginenauflauf und eine "tarte tatin" hinzauberte. Und last but not least: Ohne den Einsatz unseres genialen Präsidenten Dominik und wunderbaren Tourenchefs Valentin wäre der Anlass kein so grosser Erfolg geworden.
Auch ihnen gebührt ein ganz herzliches Dankeschön
Peter Hänni
Bericht des Hüttenwarts Ruedi Michlig
Sehr gerne habe ich die tolle und aufgestellte Tourengruppe Alpin in unserer Hütte im Bielti bewirtet und auch etwas verwöhnt.
Ein gewaltiger Aufsteller für mich war, dass an diesem Wochenende insgesamt 16 Mitglieder des Bergclubs an den unterschiedlich anspruchsvollen Touren teilgenommen haben. Beeindruckt hat mich besonders der technisch und konditionell anspruchsvolle Aufstieg von Meret, Beat und Stefan unter der fachkundigen Führung von Dominik Schittny auf den Monte Leone. Ich danke Peter Hänni und Hansjürg Ambühl, die mich als Hüttenwart tatkräftig unterstützt haben. Besonders danke ich unseren Nachbarn Hildi und Robi, die ihr Haus spontan für einen Teil der Gruppe als Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. Ich danke Peter Hänni, Valentin und Dominik Schittny für die sorgfältige Vorbereitung und kompetente Leitung der insgesamt 7 wunderschönen Touren. Für mich ist dieses Wochenende einer der Höhenpunkte der diesjährigen Tourensaison des Bergclubs.