Vom UETLIBERG zur ALBISPASSHÖHE, dem Naherholungsgebiet der Stadtzürcher
Vom Hauptbahnhof Zürich ging’s mit dem Tram zum Triemli am Fuss des weitgehend bewaldeten Zürcher Hausberg, dem UETLIBERG, der den nördlichen Abschluss der Albiskette bildet, die zwischen den engen Tälern der Sihl und der Reppisch verläuft.
Beim Begrüssungskaffee gab unser Wanderleiter Niklaus einige interessante Informationen zu diesem schönen Naturschutzgebiet mit seltener Fauna und Flora und machte uns auch auf die kulturgeschichtliche Vergangenheit und auf die strategische Wichtigkeit während des zweiten Weltkrieges aufmerksam.
Nun begann unser Aufstieg durch den Wald auf HOHENSTEIN, wo wir einen Trinkhalt beim rege besuchten Spielplatz machten. Nach 360 Höhenmeter erreichten wir unser 1. Etappenziel den UETLIBERG auf 871 m. ü. M. Das immer wieder renovierte Restaurant aus dem Jahre 1840 heisst heute „Top of Zurich“ und ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsrestaurant, sondern auch ein Seminarhotel, das mit der um 1875 gebauten Uetlibergbahn mit 40% Steigung, heute elektrisiert, vom Bahnhof Selnau aus bequem erreicht werden kann.
Daneben steht der hoteleigene 72 m hohe Aussichtsturm, von dessen Aussichtsplattform man eine fantastische Sicht auf die Stadt Zürich, den See und die Alpen hat. Gern wären einige dort hinauf gestiegen, um diese einmalige Sicht zu geniessen.Ein zweiter Turm ist der 187 m hohe Fernsehturm der SRG.
Weiter ging’s auf dem Panoramaweg. Immer wieder blickten wir hinunter zum Zürichsee, zu den Ostschweizer- und Glarner Alpen, auf die Rigi, den Pilatus und die Berner Alpen, denn die Fernsicht wurde immer besser. Auf einer gut ausgebauten Forststrasse gings zum Rastplatz BALDEREN, wo wir beim seit ein paar Jahren geschlossenen Restaurant unsern Mittagshalt machten.
Unweit der FELSENEGG, wo eine Luftseilbahn hinunter nach Adliswil führt, stiessen wir auf das grösste, älteste EIBENVORKOMMEN Europas. Die EIBE ist die älteste Nadelbaumart Europas und wurde von den Kelten verehrt. Zur ALBISPASSHÖHE war es nun nicht mehr weit.
An diesem sehr heissen Sommertag schätzten wir die Waldwege wie auch die kühlende Brise sehr. Auch auf den bevorstehenden, kalten Drink freuten wir uns …. aber die beiden Restaurant waren geschlossen. Zum Glück kam gleich das Postauto, das uns nach Thalwil brachte, wo wir den Zug über Zürich nach Bern nahmen.
Lieben Dank Niklaus, mit dir durften wir ein Stück der Zürcher Wanderwege kennen lernen !