Frühmorgens reiste die Wandergruppe nach Blatten (bei Naters), um sogleich mit der Bahn in die Höhe zu schweben. Bereits auf der Belalp (2098 Meter) fühlte man sich in einer anderen Welt. Kleine Holzhäuser säumten den Weg zum Restaurant. Nachdem wir mit Kaffee, Tee und leckeren Sablés eingedeckt waren, konnte die Wanderung losgehen.
Die Steigung und die Sonne animierten uns bald dazu, sich von Hosenbeinen und Langarmhemden zu trennen. Wir stapften durch Sträucher und naschten von den Heidelbeeren. Zusammen mit dem angenehmen Tempo fiel es kaum auf, dass das Foggenhorn auf stolzen 2569 Metern liegt, welches wir exakt um 12 Uhr erreichten. Cécile, wie machst du das nur?
Jedenfalls war der Wind, der wie aus dem Nichts um unsere Ohren blies, womöglich die grösste Herausforderung. (Ich selbst hatte zu kämpfen, um nicht vom Wind umgemäht zu werden :-) Aber wir Frauen haben uns nicht gebeugt. Jede suchte sich ein geeignetes Plätzchen, und wir konnten die Mittagsrast in vollen Zügen geniessen.
Ja, richtig gelesen, wir waren ein reiner Frauentrupp, trafen auf dem Gipfel zwei Herren, und es gab einen regen Austausch über die hiesigen Berge. Diese Rundumsicht war einfach grandios. Aletschgletscher, Matterhorn, xy horn und xy
horn.
So nahmen wir zufrieden den Abstieg in Angriff, schmale Pfade, Serpentinen, vorbei an Alpenrosen und Vielem mehr.
Kurz vor der Belalp lagen wunderschöne Kühe, die sogar ihre Hörner behalten dürfen, an unserem Weg. Hier und da ein paar Falken und Krähenvögel. Auch eine Ziegenherde hatte sich ihren Weg gebahnt. Erwähnen möchte ich die rücksichtsvollen Radfahrer, mit denen wir den Weg teilten. Ein schönes Miteinander, Nebeneinander.
Das Zeitmanagement von Cécile war mal wieder super. So nutzten wir am Schluss vor der Talfahrt mit der Luftseilbahn die Gelegenheit, noch im "Olymp" bei der Bergstation zu schlemmen. Von mir bekommt die Frau vom Service 10 Punkte.
Runter mit der Seilbahn, ab in den Bus und zurück in Richtung Heimat. Die Plaudereien im Zug waren ein wunderbarer Abschluss, bevor sich unsere Leiterin in Thun wieder "aus dem Staub" machte.
Herzlichen Dank für das tolle Erlebnis, deine aufmerksame Begleitung und die Organisation!
Sandra