Heute nehmen wir’s etwas gemütlich.
Wir freuen uns, dass Hanni und Ruedi mit uns sind und schicken auch herzliche Geburtstagsgrüsse an Oskar. So ist es schon halb elf Uhr, als wir uns nach dem Startkaffee in HABKERN mit Doris, unserer umsichtigen Wanderleiterin, auf den Weg Richtung Lombachalp machen. Zuerst ein längeres Treppensteigen, vorbei an schön herausgeputzten Holzhäuser mit rot blühendem Geranien, lassen wir den regen Autoverkehr an uns vorüber und zweigen rechts ab hinunter zum TRAUBACH zu einem schönen Grillplatz mit Tischen und Bänken, unserm Mittagshalt.
Über ein Holzbrüggli verlassen wir den idyllischen Rastplatz und steigen hinauf durch den Wald und über einen Feldweg an den saftig grünen Wiesen vorbei über eine alte gedeckte Holzbrücke zu unserm Ausgangspunkt HABKERN. Dort erwartet uns eine Führung über den ALPHORNBAU.
Im Familienbetrieb der BERNATONE ALPHORNBAU erzählt uns Herr Tschiemer Junior die GESCHICHTE des ALPHORN, das erstmals im 16.Jh. schriftlich erwähnt wurde und die verarmte Landbevölkerung des Berner Oberlandes im 18.Jh. damit musizierte, aber bald als Bettelhorn in Vergessenheit geriet. Erst im 19.Jh. mit dem Aufkommen des Tourismus wurde es wieder entdeckt.
ENTSTEHUNG des BERNATONE ALPHORN : dieses wird nur aus einheimischem Fichtenholz aus den Bergwäldern Habkerns hergestellt. Vom rohen Baumstamm bis zum spielfertigen Instrument wird das Holz von Vater und Sohn Tschiemer verarbeitet und veredelt und sie blicken auf eine 30ig jährige Erfahrung zurück. In vier Schritten wird gearbeitet : Zuschnitt und Aushöhlung, Verleimen, Schallbecher formen und Umhüllung mit Rattanbänder als Schutz. Das Mundstück dient zur Präzision des Tones.
Dieses traditionelle, typisch schweizerische Musikinstrument gehört zur Familie der Blechbläser, obwohl es aus Holz entsteht, und über keine Ventile oder Klappen verfügt. Es misst 3.40 Meter und ist in drei Teile zerlegbar, des Transportes wegen.
Zum Apéro der reich und gluschtigen Käseplatte, dem selbstgemachten Zopf von Frau Tschiemer und süffigem Fendant aus Varen gehören auch noch Alphorntöne vom Alphornmacher, der aber „tönenswerte“ Konkurrenz erhält von Doris, BRAVO !
Wir danken dir Doris, dass du uns einen solchen interessanten Nachmittag ermöglicht hast!
Ganz herzlichen Dank auch der genialen Berichtschreiberin!