Bei besten Wetterbedingungen nahmen wir gleich zwei Etappen der Tour des Muverans in Angriff.
Die anspruchsvolle Bergwanderung im Grenzgebiet zwischen Waadt und Wallis führte von dicht bewaldeten Tälern hinauf in karge, monumentale Felslandschaften. Auf unserem Weg passierten wir verschiedene urchige Alpen, zuerst die Alp Le Richard, wo es ganz viele glückliche Säuli und Geissen zu bestaunen gab. Dann wanderten wir weiter hinauf zur wilderen, von mächtigen Kalkwänden eingerahmten Alp La Vare. Nach der Überquerung des Col des Essets erreichten wir die weite Hochebene von Anzeinde und dort das traditionsreiche Refuge Giacomini, unser Tagesziel und Übernachtungsort. Das Znacht (Civet de Chamois avec garnitures traditionnelles) war lecker, allerdings waren wir betreffend den Spätzle der Meinung, dass es noch Luft nach oben gibt.
Dann wurde gespielt, zuerst „Eile mit Weile“ mit sehr unklaren Regeln und einigen ziemlich dreisten Bschissversuchen. Besser lief es beim „Meiern“, bei welchem man lügen und bluffen muss. Gewonnen hat bezeichnenderweise ein Mann. Anzumerken ist, dass die Männer bei dieser Tour für einmal in der Mehrheit waren wenn auch nur knapp.
Nach einer für die einen sehr und für die anderen weniger erholsamen Nacht wanderten wir in einer wunderbaren Landschaft über den Pas de Cheville, hinein in das unberührte, vom historischen Felssturz geprägte Tal von Derborence. Unterwegs kam es zu einige kuriosen Begegnungen zwischen einigen Wandererinnen und neugierigen Guschtis …
Bevor es mit einer spektakulären Postautofahrt runter ins Tal ging, waren einige Wanderer schon wieder hungrig :)