Durch den Lötschberg nach Visp, weiter durchs Rhonetal nach Martigny und mit dem rot-weissen Zug über Orsières nach Sembrancher, wo wir Zeit haben für unser Startkaffee, bevor der Bus uns ins VAL FERRET zur Endstation FERRET bringt.
Die Wanderstöcke werden bereit gemacht und unter kundiger Leitung von Beat marschieren wir los ins bewaldete, urchige Tal hinein. Aber bald über saftgrüne Wiesen, wo die Alpsömmerung noch nicht zu Ende ist, an Eringerkühen vorbei. Stetig steigend geht’s Richtung LACS DE FENÊTRE.
Links unten das Mäander der Drance de Ferret. Über der Waldgrenze 1800 m.ü.Meer wird‘s karger, nur noch rot leuchtende Heidelbeersträucher zwischen den spärlichen Gräser und Gesteinsbrocken. Die felsigen Zacken und Spitzen der 3000er mit ihren weit zurück gegangenen Gletscher bilden die imposante linke Talseite, wo bald der grosse, breite MONT BLANC mit seiner Höhe von 4873 Metern und die schroffe, schwarze GRANDE JORASSE uns in den Bann zieht.ä
Nicht mehr weit zu unserm Mittagshalt, den LACS DE FENÊTRE. An einem der drei Seen, wo‘s nur so wimmelt von kleinen Fischen, geht’s die letzte Steigung hinauf zum GRENZSTEIN auf 2699m.ü.Meer, wo wir im Schutz einiger Felsbrocken dem aufkommendem Wind trotzen. Nur eine kurze Pause und wir steigen auf italienischer Seite hinab, überqueren die Passstrasse und hinauf zum geschichtsträchtigen HOSPIZ auf dem GRAND SAINT-BERNARD, das im 11.Jh. der heilige Bernhard von Aosta als kleine Klause gebaut hat.
Eine mannshohe Bronzestatue des Bernhard auf einem ansehnlichen Sockel erinnert daran und wacht über das Chorherrenstift der Augustinermönche, die seit anfangs 19. Jh. Gastfreundschaft für Wandernde und Reisende bieten und lange die Zucht der BERNHARDINER Hunde innehatten. Wer erinnert sich nicht an die Geschichte des berühmten BERNHARDINER Hundes BARRY .
Nur allzu gerne gehen wir nach der fünfstündigen Wanderung und der aufkommenden herbstlichen Kühle an die Wärme zu Kaffee und Kuchen, bevor uns der Bus nach Bourg-St.-Pierre, wo wir linkerhand noch den Tunneleingang sehen, nach Orsières hinunter bringt . Weiter geht’s wie auf der Hinfahrt zurück nach Bern, wo‘s schon dunkel ist ……
BEAT, dir herzlichen Dank für diese grandiose Wanderung im Grenzgebiet von CH, IT, FR.